Biologischer Weinbau

Im Bioweinbau haben sich zwei Produktionsformen etabliert und zwar der Organisch-biologische Weinbau und der Biologisch-dynamische Weinbau die sich durch unterschiedlichen Produktionsrichtlinien unterscheiden. 

Neben den biologischen Produktionsformen gibt es den Integrierten Weinbau und den Konventionellen Weinbau. Der Integrierte Weinbau hat wie die biologischen Produktionsformen einen gegenüber der konventionellen Produktion erhöhten Anspruch umwelt- und nützlingsschonend zu wirtschaften, allerdings gelten dafür andere rechtliche Grundlagen als bei den biologischen Produktionsformen. Der noch immer genannte Konventionelle Weinbau ist nicht mehr das, was er in den 70er und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts war. In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde in der Beratung auf den Integrierten Weinbau umgestellt und dieser ist heute Standard in Weinbaubetrieben.

 

Organisch-biologischer Weinbau wird auch als „Biologischer Weinbau“ oder „Bioweinbau“ bezeichnet. Der organisch-biologische Weinbau enthält Regelungen und Maßnahmen, die auf fachlich wissenschaftlicher Grundlage aufbauen. Es wird aber auf bestimmte Anwendungen bei der Düngung, dem Pflanzenschutz und bestimmte kellerwirtschaftliche Maßnahmen, verzichtet. Die entscheidenden Unterschiede zur Integrierten Produktion im Weinbau sind, dass synthetisch hergestellter Stickstoffdünger, leicht lösliche Phosphordünger und chemisch synthetisch hergestellte Pflanzenschutzmittel nicht verwendet und keine Herbizide zur Bodenpflege eingesetzt werden.

Bei Vorliegen einer Bodenuntersuchung können zugelassene Mineraldünger (laut Betriebsmittelkatalog des Verbandes) ausgebracht werden. Beim Pflanzenschutz werden Pflanzenpflegemittel (Pflanzenstärkungsmittel) und für die biologische Produktion zugelassene Pflanzenschutzmittel, verwendet. Von diesen haben die kupfer- und schwefelhaltigen Pflanzenschutzmittel die größte Bedeutung zur Bekämpfung von Peronospora, Roter Brenner, Oidium und Schwarzfäule. Alle synthetisch hergestellten Pflanzenschutzmittel sind bei den Bio-Produktionsformen verboten. Sie werden als Grundsatz generell abgelehnt. Entscheidender Grund für das Verbot ist die Herstellung der Pflanzenschutzmittel und nicht die ökotoxikologischen Eigenschaften.

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